Yamaha SR 500 (48T - 1989)
Zwei Räder, ein kerniger Einzylinder-Motor, Sitzbank, Tank,
ein schlichter schwarzer Stahlrahmen und fertig ist die SR500.
Was braucht ein Motorrad mehr ?


Daten
EZ : 10.04. 1989
Leistung: 25 kW/34 PS bei 6600 (eingetragen)
Hubraum: 495 cm³
Leergewicht: 170 kg / zul. Ges.-Gewicht: 390 kg

Ich habe die Maschine gegen Ende 2005 gekauft. Danach wurde sie sofort zu KABRO geschafft, dort gründlich durchgecheckt und problemlos durch den TÜV gebracht. Es wurde neues Öl eingfüllt, neue Reifen montiert und eingetragen, die Bremsen kontrolliert und alles was nötig war geschmiert und eingestellt. Da der TÜV vorher schon im Mai ausgelaufen war, bekam sie nur TÜV bis 05/07 (das ist so gesetzlich geregelt). Im Mai 2006 bekam sie beim Verkauf neuen TÜV.

Die Maschine war in Top-Zustand und, soweit ich das beurteilen kann, in unverbasteltem Original-Zustand. Ausnahmen: Doppelschmierung, 2 Gummi-Faltenbälge an der Gabel und modernere Reifen.
Obwohl die Maschine mein Traum-Motorrad war, musste ich sie leider aus gesundlheitlichen Gründen verkaufen. (Ich habe Probleme mit dem Knie und kann sie nur noch sehr schwer antreten.) Da ich es zu schade fand, die Maschine in der Garage vor sich hingammeln zu lassen, habe ich sie an jemanden verkauft, der versprochen hat, sie so orginal zu belassen, wie sie war.

 
Geschichtliches:


  1978 kam die Yamaha SR500 (Single-Road) quasi als neuentwickelter Oldtimer (Retro-Bike) zum Händler. Wohin man auch schaute, an diesem Motorrad war tatsächlich nichts, das eine wegweisende technische Neuerung darstellte. Von Anfang an setzte Yamaha werbetechnisch auf das Konzept eines Motorrades „Jetzt gibt es wieder ein Motorrad für Männer denen der Bass eines mächtigen Einzylinder mehr behagt als der Koloratur-Sopran aus filigranen Vierzylindern“ oder „Der Einzylinder für Männer die noch richtig zupacken können“. Was die SR500 positiv aus der breiten Masse anderer Maschinen hervorhob, war ihr nostalgisches Design, für das in Japan offensichtlich (und von Yamaha auch zugegeben) englische Klassiker der Sechziger Jahre Pate standen.

Anfangs wurde die SR 500 (2J4 ) mit Speichenrädern und Scheibenbremse angeboten, später bekam sie optional Alu-Felgen. Erst später (48T 1988) bekam sie die nostalgischen Speichen Räder mit der schönen Duplex-Bremse im Vorderrad und einen 14 l Tank. Damit war sie endgültig zum modernen Klassiker geworden. Bis 1989 wurde sie mit 34 PS oder der auf 27 PS gedrosselten Version verkauft. Ab 1990 wurde sie aufgrund schärferer Abgas- und Lärmemissionsvorschriften nur noch mit 24 PS angeboten. Deshalb sind die Exemplare bis Bj. 1989 sehr begehrt, da sie noch keinen Limitierungen unterliegen. (Gebaut wurde die SR 20 Jahre lang von 1978 bis 1999.)

Um Yamaha XT500 und SR500 hat sich im Laufe der letzten Jahre eine Szene gebildet, die z.B. in regionalen Interessengemeinschaften aktiv ist. Im Jubiläumsjahr 1998 sind zwei Bücher erschienen, die die Geschichte der SR ausführlich erläutern. Sicher ist, dass sich der Bestand vorhandener Maschinen noch sehr viele Jahre halten wird, der Kultstatus dabei von Jahr zu Jahr größer wird und die SR500 irgendwann zum "echten" Oldtimer wird.

Die SR500-Community